kindermund tut bloedsinn kund

Sonntag, 11. Oktober 2009

Liebeskummer - still ist´s

hier. das kinderzimmer ist in kartons verpackt, kind und katze bei der oma ausgelagert.
dicke tränen heute beim abschied. normalerweise ist das besenwesen ein ausgesprochenes oma-kind, fliegt mit wehenden fahnen in omas und aus meinen armen. heute verabschiedet sie mich mit schluchzend: bis bald dann in HH. die sind so lange so klein und man kann denen so viel schrott erzählen, für sie stimmt es, weil es mama gesagt hat. geht jetzt nicht mehr. das besenwesen registriert selbst, das ihr leben hier zu ende ist, daß es weit bis nach HH ist und besuche hier selten sein werden. "warum ziehen wir um? ich will das nicht, ich will hier bleiben!" sagt sie und früher wäre nach einwänden von mir schluß gewesen. hätte kind hingenommen, schließlich lockt das neue, tröstespielzeug und was weiß ich. heute lockt wenig. kein versprochenes eigenes beet im neuen garten, kein großes zimmer, kein hochbett, kein mama-papa-kind-alle zusammen. moritz heißt der grund und mein kind hat schlimmen liebeskummer. ratlos stehe ich da und will ihr aus meinen erfahrungen den blöden satz von "du findest neue freunde" sagen und kann es nicht, weil ich weiß, daß DAS so gar nicht weiter hilft. nix macht in ihrem kleinen herzchen außer ein mal wieder dran erinneren, daß "neu" heißt, altes hinter sich zu lassen. kann sie nicht. wie auch? moritz soll nicht "alt" werden. ist doch grad mal neu in ihrem herzen.
und die anderen? haben gebastelt. jeder aus der klasse ein foto, eine ummalte hand, voll geschrieben mit wünschen für die zukunft. "neue freunde" heißt´s da oft und da ist es wieder. sie will es nicht neu haben. warum sich freuen über ein familienleben, wenns doch vorher mit mama allein auch schön war? warum neue freunde finden, wenn die hier doch so toll waren?
es fällt mir unendlich schwer, das abzufangen. natürlich auch, weil ich hier ebenfalls freunde verlasse. weil ich auch angst habe. weil ich auch lieber altes lasse. nur kann ich telefonieren, wann ich will, schreiben was ich will, fahren wohin ich will. das besenwesen ist auf unser goodwill angewiesen ein stück. "mama, ich will moritz anrufen". "jetzt nicht, später" und zwischen jetzt und später liegen abendbrot und schultasche packen. "machen wir morgen" hör ich mich sagen. und aus morgen wird übermorgen, wird nächste woche, wird irgendwann. davor habe ich angst, vor der bequemlichkeit oder wie man das nennen soll. ich mag das nicht, daß ihre kontaktpflege noch in meiner hand liegt. ich hab da angst vor mir. denn man vergißt als erwachsener soll schnell die bedürfnisse des kindes. die sind so still, die fordern das noch nicht so ein. diese genügsamen, angewiesenen kleinen dinger, die doch alles schon genau so fühlen wie wir großen - und doch nicht so können wie wir. in worten kaum, in taten fast gar nicht.
still ist´s hier. war´s als ich das kinderzimmer in kartons verpackte, die tapete von der wand riß und nach langem davor-wegrennen gemerkt habe, daß es zu ende geht hier.
es später zugelassen habe, als meine siebenjährige tochter. die ich allein gelassen habe damit, weil ich ihr erzählt habe, sie findet neue freunde da.

Samstag, 5. September 2009

ach ja, wir sind dann mal reich

"mama, warum müssen wir nach hh ziehen?"
"weil der herr lesof da arbeit hat und weil ich da arbeit habe."
"aber ihr könnt doch auch hier arbeiten?"
"ja, aber hier sieht´s nicht so toll mit arbeit aus und außerdem verdienen wir in hh mehr als hier"
"wie viel verdienst du denn da?"
" ist nicht so wichtig, wir können gut leben davon."
"juhu! dann sind wir eine reiche familie!"

verwöhntes biest!

Dienstag, 21. Oktober 2008

kunst im kind

nach dem genuß zweier dickbändiger bilderwerke über moderne kunst beschenkte mich das kind mit selbiger - kunst nämlich. es heißt "viele frauen mit tüten auf dem kopf" und besticht durch seine diachrome farbwahl wie auch einer völlig neuen materialverwendung. moosgummi, liebe kunstfreunde, ist in anlehnung an disneys "art attack" das innovative MUST.
die künstlerin stellt in ihrem erstlingswerk "viele frauen mit tüten auf dem kopf" eine verbindung indiviualisierter bedürfnisse mit dem kapitalistischen konsumrausch dar, wobei bezüge zum gender "frau" eindeutig gewollt sind. nach einer langen phase plastischer darstellungen in play-doh und pfeifenreinigern besinnt sich die schaffende nun auf das medium pvc und kritisiert damit zugleich die enthemmte wegwerfgesellschaft. madame le.-sof. betont ihre einflüsse degas'scher ballerinen und monetscher seerosen gleichermaßen, benennt aber auch duchamps pissoires und beuys'sche fettskulpturen als wegweisend für ihr schaffen.
das kunstwerk ist im tausch gegen eine bibi blocksberg-kassette erhältlich.

Freitag, 12. September 2008

...

"mama, teddy hat die glasknochenkrankheit!"


verdammt, was DAS wieder kostet!

Samstag, 1. März 2008

lebensgefährte

"mama, was ist ein lebensgefährte?"
"das ist jemand,mit dem man sein leben teilt."
"aber du hast dein leben doch nicht geteilt. das ist doch noch ganz!"

Samstag, 19. Januar 2008

wort der woche

"schmabatzen" statt knutschen sagt das töchterkind.

Mittwoch, 2. Mai 2007

happy b-day!!!

DSC04800

Mittwoch, 18. April 2007

arrgh

Film0217a

isch kriech pickel! das baby wünscht sich gaaanz dringend (an der stelle bitte ein herzerweichendes kleinmädchenaugengeklimper einsetzen) ein findus-stofftier zum geburtstag. weil sie doch fan von pettersson und findus ist, sacht sie...
und ich finde nix im www. kein findus-stofftier. kein pettersson-stofftier...man, und ich hätt ihr den wunsch wirklich so gern erfüllt. verdammt!

Mittwoch, 4. April 2007

...

"mama,kennst du meinen papa auch?", sprach die plage eben zu mir,als unser nachbar ihr erzählte, daß er ihren vater kennt...

Freitag, 23. März 2007

sinnvolle arbeitsteilung

kind:"ach mama, wenn ich doch nur ne kleine schwester hätte... dann könnten mein verliebter und ich uns drum kümmern. der zieht dann hier ein und du kannst arbeiten gehen. dann braucht der "schöne mann" auch kein geld für uns verdienen..."

o.k. sag ich mir,wenigstens hat sie es nach 75 mio versuchen,mich zum zu hause bleiben und den schönen mann zum geldverdienen zu bewegen, geschnackelt, daß ich arbeiten gehen möchte. aber woher soll ich jetzt eine kleine schwester bekommen?

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"Alles gut, weißt du doch!"

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Naja, die kommentare...
Naja, die kommentare lese ich meist eher nicht so....
kraM - 12. Jun, 16:05

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